Zytologie-Labor

Die Zytologie ist eine schnelle und unkomplizierte Methode, um Gewebeuntersuchungen durchzuführen. Sie dient zur Erkennung von Tumoren und anderen Gewebeveränderungen. Die Entnahme erfolgt - wenn notwendig unter Ultraschallkontrolle - durch eine Punktion mit einer feinen Nadel und kann fast immer ohne Narkose durchgeführt werden. Die Proben werden dann in der Praxis aufbereitet und untersucht, bei Bedarf auch unmittelbar (z.B. intraoperativ). Ein anschließendes Versenden der Proben ist manchmal für eine Überbefundung notwendig. Das Risiko und die Belastung für unsere Patienten ist im Vergleich zu einer Vollgewebeentnahme (Biopsie) wesentlich geringer.

Vorteile
Komplikationslose und atraumatische Gewebeentnahme und schnelle Diagnostik  im Vergleich zu Vollgewebeproben

Nachteile
Aussagekraft je nach Gewebeart geringer als bei Vollgewebeprobe

Untersucht werden z.B. Liquor, Synovia, Lymphknoten, Knochenmark, Leber, Niere, Milz, Ergüsse in Körperhöhlen, Umfangsvermehrungen der Haut, Umfangsvermehrungen im Abdomen oder Thorax, Prostata, Blase, Lunge, Nasen-, Tracheal- und Bronchialsekret, usw., also praktisch alle Körpergewebe und Flüssigkeiten.

Prinzip der zytologischen Auswertung:

  • Um welches Gewebe handelt es sich?
  • Man unterscheidet zwischen hämatopoetisch, epithelial, mesenchymal (und nerval)
  • Ist es eine Entzündung oder Neoplasie (Tumor)?
  • Falls es sich um eine Neoplasie handelt, ist es maligne (bösartig)?
  • Man unterscheidet zytoplasmatische- und Kernmalignitätskriterien, welche gewichtiger sind.

Wir sind bemüht eine möglichst exakte Diagnose zu stellen. In Zweifelsfällen werden die Proben für das Einholen einer 2. Meinung noch in ein anderes Zytologie-Labor verschickt oder eine Vollgewebeentnahme mit pathologischer Untersuchung angeraten.

Trotzdem beträgt die Fehlerquote dieser Untersuchungsmethode, wie bei anderen Zytologen und Pathologen auch, ungefähr 5%.